Hahnemannhaus

Kurfürstliches Freihaus

Im September 2016 hat der Torgauer Kunst- und Kulturverein sein neues Domizil bezogen, nach umfangreichen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten steht das Haus heute - allen kunst- und kulturinteressierten Menschen, den Bürgern, Gesellschaften, Vereinen und Verbänden, allen an der Medizin Interessierten und insbesondere den Touristen und Besuchern Torgaus zur Verfügung.

Die imposante Baugeschichte macht unser kurfürstliche Freihaus zu einem repräsentativen Denkmal der Renaissancestadt Torgau und zu einem aktuellen Zentrum der Kunst, Kultur und Medizingeschichte.

Für unseren Namenspatron, Johann Kentmann, und für Dr. Samuel Hahnemann, der fast 6 Jahre in diesem Haus wohnte, werden zwei Dauerausstellungen neu entstehen.
Beide Ärzte haben in Torgau ihr persönliches Lebenswerk geschaffen, Kentmann mit seinem "Kreutterbuch" und Hahnemann mit dem Hauptwerk der Homöopathie; dem "Organon".

Beides können Sie sehen und noch vieles mehr.

Baugeschichte

1476               als kurfürstliches Freihaus erwähnt (Denkmale der Stadt Torgau)

1486/87         Spätgotisches Giebelhaus neu errichtet

16 Jh.             Umbauten im Stile der Renaissance

18 Jh.             Umbauten im barocken Zeitalter

1993-2007     Sicherungs-, Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen


Hausrundgang

Saalstube EG
Spätgotische Holzdecke. Farbigkeit der Decke sowie die restaurierte Wandbemalung sind typisch für die Zeit der Renaissance.

Kleine Stube EG
Hohe Balkendecke mit ihrer zweiten Farbfassung aus der Renaissancezeit.

Wendelstein
Treppenturm als Anbau an das gotische Gebäude mit originaler sandsteinerner Spindel und Rundbogenportal in den typischen Formen der Renaissance.

Veranstaltungsraum 1. OG
Stuckdecke, Felderdielung und Wandmalerei in barocken Formen; teils original, teils rekonstruiert und restauriert; Türen aus dem 18 Jh.

Saalstube 1. OG
In der Raumgestaltung begegnen wir der Übergangszeit von Spätgotik zur Renaissance mit den wertvollsten Wandfassungen des Hauses. Die dargestellten Frauengestalten und Wappen repräsentieren den kurfürstlichen Hof ergänzt um reiche Pflanzenmotive an den Wandflächen. Die Farbfassung der Holzbalkendecke wurde in Probefeldern restauriert.